Von den Anfängen der New-York Hamburger

Gummi-Waaren Compagnie AG bis Heute

 

1839:    Charles Goodyear entdeckt die Vulkanisation. Er experimentierte solange herum bis er die          perfekte Zusammensetzung vor sich hatte. Durch Hitze konnte er das Gummi hart werden lassen.

1843:    Conrad Poppenhusen wandert nach Amerika aus, da er von diesem neuen Werkstoff erfahren hat: gehärtetem Gummi! In New York machte er mit dem Erfinder Charles Goodyear Bekanntschaft. Kurze Zeit später wurde die Schleifmaschine erfunden und weitere zehn Jahre später vereinigten sich diese beiden Erfindungen bei der Herstellung eines Gerätes, indem sich dem Menschen möglicherweise zum ersten Mal der Zusammenhang von Ordnung und Schönheit erschlossen hatte: des Kammes.

1851:    Heinrich A. Meyer, Bruder des Industriepioniers Heinrich Christian Meyer, erwarb die Fertigungsrechte für Hartgummi von Goodyear für Europa.

1856:    H.A. Meyer gründete mit Heinrich Wilhelm Maurien in Harburg die Harburger Gummi-Waaren Compagnie.

1871:    Der ehemalige Mitarbeiter Conrad Poppenhusen und Direktor der Harburger Gummi-Kamm-Compagnie H. W. Maurien, machten sich selbstständig und gründeten die New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie (NYH) in Barmbek.

1930 :   Übernahme der Harburger Gummi-Kamm-Compagnie von der NYH. Die beiden Marken Hercules (New-York Hamburger AG) und Sägemann (Der Harburger Gummi-Kamm) wurden zu Hercules Sägemann zusammengeführt.

1952:    Das Werk in Barmbek wurde verkauft und man ließ sich komplett mit der Firma in Harburg nieder.

Ab dem Zeitpunkt wurden die Meisterstücke der Frisierkunst an Maschinen gefertigt, welche schon über ein Jahrhundert dort im Einsatz waren. Auch die Mitarbeiter in der Produktion leisteten meist schon in zweiter oder dritter Generation brillante Arbeit. Als die Produktion so richtig boomte und die NYH Anfang der Sechziger eine ihrer glücklichsten Zeiten erlebte, zählte man 1.160 Beschäftigte und es entstanden acht Millionen Gummikämme pro Jahr. Inzwischen gab es nicht mehr bloß einen Kamm. Er wurde weiterentwickelt und für die verschiedensten Einsatzbereiche produziert: Locken, Glätten, Toupieren und viele mehr. Der Kamm wurde zum Prestigeobjekt für viele. Besonders Männer sahen es als Schmuckstück, zum scheiteln und kämmen.

Diese, wegen ihrer Qualität vor allem im Friseur-Handwerk beliebten Kämme, aber auch andere Haarpflegegeräte, sind z. B. unter dem traditionsreichen Namen Hercules Sägemann erhältlich. Wer heutzutage den goldenen Schriftzug auf einem Kamm entdeckt, kann sich sicher sein, ein Meisterwerk aus Ebonit in den Händen zu halten.

2000:    Übernahme der Marke “MATADOR“ von der Firma Semperit / Wien

Weitere Marken wie Triumph kommen hinzu. Auch die Produktionsmethoden, mit viel Handarbeit, blieben über Jahrzehnte bestehen. Weiterhin werden Gummi-Formteile oder Klarinetten-Mundstücke hergestellt, zum Beispiel für Selmer und Vandoren.

2009:    Umzug des Unternehmens, mit seinen etwa 200 Mitarbeitern in moderne Produktionsanlagen nach Lüneburg. Die Fabrikanlage in Hamburg-Harburg an deren Standort schließlich über 150 Jahre für die Harburger Gummi-Kamm-Compagnie und die NYH produziert wurde, steht teilweise unter Denkmalschutz. In Lüneburg ist die ehemalige “Gummi-Kamm” nun modern aufgestellt und steuert als Zulieferer für namhafte Unternehmen positiv der Zukunft entgegen, in der besonders Friseure und Stylisten, aber auch der Endkonsument die Meisterwerke der Frisierkunst und deren einzigartige Qualität zu schätzen wissen und als einen festen Bestandteil für ein professionelles Arbeiten nutzen.

2010:    Gründung des Tochterunternehmens Hercules Sägemann GmbH.